Martin Feistl

Martin Feistl

Besser kurz und intensiv, als lang und -weilig.

Martin Feistl

Leidenschaft Klettern

Von jemandem der direkt am Ammersee südwestlich von München aufgewachsen ist, erwartet man häufig Hobbys wie Segeln, Rudern, Surfen oder Stand Up Paddling. Nicht aber bei Martin Feistl. Für ihn waren es schon immer die Berge, die ihn magisch anziehen. Besonders das Klettern in seiner Vielfalt hat es Martin angetan – egal ob Eisklettern, Sportklettern oder Alpinklettern. Aber auch Expeditionen mit Kletterparts liegen dem Athleten.

Für den Augsburger Geographiestudenten fing alles im Klettergarten an, den er regelmäßig mit seinen Eltern besuchte. Nach und nach kamen dann auch alpinere Routen und Touren hinzu. Bereits an seinem 14. Geburtstag im Jahr 2010 bestieg er in Ladakh einen unbekannten 6.000er. Besonders in Erinnerung blieb ihm aber auch die Besteigung der Petite Dru über die „Allain Leiniger“. „Hier hatten wir so winterliche Verhältnisse, dass wir bis vier Seillängen unter den Gipfel alles mit Steigeisen klettern mussten – inklusive ungeplantem Sitzbiwak und alles ohne Bahnunterstützung,“, berichtet Feistl.

Martin Feistl
Pause am Shivling, Foto_Michi Wärthl
Martin Feistl
Auf den letzten Metern zum Gipfel des Shivlings, Foto_Michi Wärthl

Ein weiteres Highlight in seinem schon umfangreichen Portfolio ist die Besteigung des indischen Matterhorns, des Shivlings (6543 m), im Herbst 2018. Hier legte er mit seinen Begleitern sogar noch einen kurzen Zwischenstopp im Kloster in Dehra Dun ein, um zusammen mit der Kinderhilfsorganisation KENIAL für die im Kloster lebenden Kinder warme Kleidung und Schuhe zu übergeben. Die Expedition war für ihn ein besonderes Erlebnis. Nach einigen Planänderungen konnte er gemeinsam mit seinen DAV-Expedkader-Kollegen schließlich den Gipfel über den Westgrat erklimmen.